Unsere Kinderwunsch-Geschichte

Als ich mit 18 mit meinem ersten Freund zusammenkam, ging ich zum Frauenarzt, um mir die Pille aufschreiben zu lassen. Zugegebenermaßen ein bisschen blauäugig, zumal ich bis dahin noch nie meine Regel bekommen hatte.

Mein damaliger Frauenarzt, dem ich das auch so schilderte, meinte dann aber, dass sich das schon relativieren würde, wenn ich erstmal die Pille nehmen würde.
Brav und artig nahm ich sie dann auch ganze 2 ½ Jahre lang, bekam auch in schönster Regelmäßigkeit meine (Entzugs)blutung, bis ich sie eines Tages vergaß und keine Blutung bekam.
Nach negativem Schwangerschaftstest, frauenärztlicher Untersuchung und weiterem Ausbleiben der Regel wurde ich dann doch ziemlich unruhig, da ich auch immerhin schon 21 war.
Mein Frauenarzt verschrieb mir dann ein Mittel, was Frauen in der Menopause normalerweise bekommen (Cycloprogynova) und meinte, wir sollten einfach mal abwarten. Damit bekam ich dann auch wieder meine Regel, ohne dieses Medikament, was nach 3 Monaten alle war, tat sich aber auch wieder nichts. Der Frauenarzt war dann der Ansicht, man solle einfach abwarten, ich sei eben ein Spätzünder.
Zwischenzeitlich hatte ich Torsten kennen gelernt und wartete also einfach ab, ob sich die Regel so einstellen würde. Zur Verhütung benutzten wir dann Kondome.
Als meine Schwester uns Silvester 1998 / 99 erzählte, dass sie schwanger sei, verspürte ich das erste Mal so richtig den Kinderwunsch. Zumal meine Schwester auch 2 Jahre jünger ist und ich schon etwas frustriert war, dass bei ihr alles zu klappen schien.
Ich hörte dann von der Praxis meiner jetzigen Frauenärztin und ließ mir dort einen Termin geben, weil einfach auch was passieren sollte. Uns war damals eigentlich ziemlich schnell klar, dass wir zusammenbleiben und Kinder wollen.

Frau Dr. Jentsch ließ sich dann von mir erstmal die gesamte Vorgeschichte erzählen, untersuchte mich anschließend, nahm mir Blut ab, ließ einen Hormonstatus machen.
Torsten ging zum Urologen, um ein Spermiogramm erstellen zu lassen, was sehr positiv ausfiel.
Ich bekam Tabletten, um eine künstliche Blutung herbeizuführen und musste dann Clomifen nehmen, um einen Eisprung auszulösen. Klappte nur leider irgendwie nicht. Das ganze Prozedere wiederholten wir in den folgenden 4 ½ Jahren noch ein paar Mal. Mal mit unterstützenden Spritzen, um den Eisprung auszulösen, mal ohne. Zwischendurch gab es immer mal wieder Cycloprogynova und auch mal ein ½ Jahr nichts tun, um einfach mal zur Ruhe zu kommen.